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Ausschleifen oder Ausdrehen von Aufsatzbacken

Aufbau und Wirkungsweise

Nachträglich gelieferte harte Aufsatzbacken, ungeteilte harte Stufenbacken sollten zur Erreichung einer hohen Rundlaufgenauigkeit auf dem Futter ausgeschliffen und gekennzeichnet werden, auf dem sie anschließend für die Werkstückbearbeitung vorgesehen sind.

Abb. 1

Im Anlieferungszustand genügen sie für das Spannen roher Teile, bei denen die Verzahnung der Spannfläche nützlich ist, eine hohe Einmittgenauigkeit aber nicht benötigt wird. Für genaue Spannungen auf bereits bearbeiteten Flächen sind nachgelieferte Aufsatzbacken jedoch nicht ohne weiteres verwendbar.

Die toleranzbedingten Abmessungsunterschiede aller, am Antrieb der einzelnen Backen beteiligten Einzelteile, führen durch ihre Summierung zu unterschiedlichen radialen Stellungen der drei Backen.
Diese Unterschiede sind größer als die zulässigen Rundlaufabweichungen nach DIN 6386 und können nur durch Ausschleifen in dem Futter beseitigt werden, in dem die Backen verwendet werden.

 

Ausschleifanleitung als PDF-Dokument

Abb. 2

Durch Kennzeichnung der Backen mit 1, 2 und 3 muss außerdem sichergestellt werden, dass stets die gleiche Backe in die gleiche Führung bzw. auf die gleiche Grundbacke kommt.
Das Ausschleifen der Backen muss im betriebsmäßig aufgenommenen Futter geschehen.

Zum Ausschleifen von Stufenbacken (FStB) oder harten Aufsatzbacken (FHB) für Außenspannung muss ein Dorn möglichst dicht neben der zu schleifenden Fläche eingespannt sein (Abb. 1).
Das Ausschleifen erfolgt unter Spanndruck.
Beim Schleifen von Spannflächen für Innenspannung muss über die Stufen der Backen ein entsprechend dimensionierter Ring geschoben und mit gleicher Kraft wie bei der eigentlichen Arbeit gespannt werden (Abb. 2).
Dasselbe gilt auch für das Ausdrehen von weichen Aufsatzbacken bzw. Monoblockbacken (FMB) oder Hartdrehen von gehärteten Aufsatzbacken, um einen bestimmten Spanndurchmesser zu erhalten.

 

 

 

 

Sicherheits -
Hinweise für
Aufsatzbacken:

  • Bei selbstgefertigten Aufsatzbacken auf einwandfreie Teilung der Verzahnung achten.
  • Prüfen, ob kein Härteverzug
    aufgetreten ist.
  • Festigkeit von selbstgefertigten Aufsatzbacken nachrechnen, unter Verwendung der Spannkraft. (siehe auch BA Nr.110.50.05.01D, Kapitel 6.2.1)
  • Bei hohen Drehzahlen weiche Aufsatzbacken und selbstgefertigte Aufsatzbacken so weit wie möglich gewichtserleichtern
    - dies aber nicht auf Kosten der Festigkeit!

Aufsatzbacken in Sonderausführung sind im Zusammenhang mit dem zugehörigen Spannfutter neben der üblichen Spannkraftberechnung
auch auf Festigkeit nachzurechnen! Eine Beschriftung mit der max. Drehzahl oder der Spannkraft
ist sinnvoll.

Ausschleifen / Ausdrehen
der Aufsatzbacken unter Spanndruck!

Das Angebot von FORKARDT im Bereich Spannbacken umfasst eine große Auswahl an Sonder-Aufsatzbacken und Spanneinsätzen, z. B. für Schwenkfutter-Bearbeitungen. Nutzen Sie den Kontakt für mehr Informationen.
Kleinere Maßabweichungen und Irrtümer bleiben vorbehalten.

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